Intelligente Identifikation und Vernetzung – der Haupttrend für 2015

Bei evolutionID gehen wir mit sehr positiven Erwartungen in das neue Jahr. Wir haben mit vielen Kunden gesprochen und  sehen eine große Nachfrage an intelligenter Identifikationstechnologie. Denn eine Investition in zeitgemäße RFID-Technik lohnt sich: Wenn wir Maschinen und Werkzeugen eine eindeutige Identität zuordnen, wird vieles einfacher – und der Kunde spart Kosten, zum Beispiel bei Logistik und Ausbildung.

Ein Erfahrungsbericht eines Praktikanten schildert das Problem recht gut: Mit einer Geräte-Frontplatte in der Hand stand er damals vor einer großen Industriebohrmaschine. Sie hatte nur einen Schalter mit zwei Stufen. Aber selbst in der höchsten Stufe ging es nur ausgesprochen langsam voran. Die Kollegen konnten sich über die Bohrversuche nur amüsieren. Dass die Maschine unter einer Abdeckung noch ein verstellbares Untersetzungsgetriebe mit Keilriemen hatte, war für alle anderen in der Abteilung selbstverständlich, denn sie hatten eine Ausbildung im Metallbereich. Wer aber nicht mit der Maschine vertraut war, wie der Praktikant, stand hier zunächst auf verlorenem Posten. Oder um es überspitzt auszudrücken: Oft muss man dicke Handbücher kennen – auch wenn man nur dünne Bretter bohren will.

Dieses Beispiel zeigt recht deutlich, dass ein hoher Ausbildungsstand und eine intensive Einarbeitung in der Industrietechnik seit jeher einfach vorausgesetzt wird, und daran hat sich noch immer nichts geändert. Doch heute geht es um weitaus komplizierte Produktionsmittel als nur um eine Stand-Bohrmaschine. Moderne CNC-Bearbeitungszentren können eine Vielzahl von Fertigungsschritten nacheinander ausführen. Sie positionieren das Werkstück selbsttätig und wechseln bei Bedarf auch die Werkzeuge. Da muss man schon sehr genau wissen, wie man sie einsetzt, sonst droht Ausschuss oder gar ein Ausfall, und der kann bei einer solchen Maschine richtig teuer werden. Hier lässt sich mit zeitgemäßer RFID-Technologie so einiges besser machen.“

Der Trend geht daher klar zu intelligent vernetzen Maschinen und Komponenten, davon sind mein  Geschäftspartner Markus Wittke und ich überzeugt. Wir können heute mit preiswerten RFID-Tags jeder Maschine, aber auch den zugehörigen Verschleißkomponenten, zum Beispiel Messfühlern oder Werkzeugen, eine eindeutige Identität zuordnen. Damit „weiß“ die Maschine zum Beispiel, welches Werkzeug geeignet ist – und auf dem Werkzeug ist gespeichert, wie es kalibriert wurde oder viele Bearbeitungsvorgänge es bereits absolviert hat. Der Anwender braucht sich also zum Beispiel nicht mehr um Kompatibilitäten oder Standzeiten zu kümmern.“

Aber auch im Zeitalter der Automation ist und bleibt der Mensch ein essentieller Bestandteil der Produktionskette. Und auch hier können wir mit RFID-Technik ansetzen: Viele unserer Kunden möchten den hohen Schulungsaufwand reduzieren, der heute leider für viele anspruchsvolle Produktionsmittel erforderlich ist. Moderne Maschinen bieten eine Vielzahl von Funktionen, entsprechend dick ist die Bedienungsanleitung und entsprechend aufwändig die Einarbeitung. Je intelligenter aber die Benutzerführung ist, desto mehr Zeit verbringt der Mitarbeiter mit Produzieren statt mit Nachschlagen.

Mit RFID-Technik kann die Maschine erkennen, welches Teil gerade eingespannt ist, und aus der elektronischen Arbeitskarte ableiten, welche Bearbeitung verlangt wird. Sie kann prüfen, ob das richtige Werkzeug im Bohrfutter steckt – und sie kann dem Nutzer situationssensitiv die richtigen Hinweise geben. Denn anhand des eines RFID-Ausweises erkennt die Maschine ja auch, wer sie gerade bedient. Dann kann die Hilfefunktion sogar gezielt auf die Muttersprache und den Ausbildungsstand des jeweiligen Mitarbeiters eingehen.

Dieses Konzept eignet sich natürlich nicht nur für die Metallbearbeitung. In nahezu jedem Produktionsbereich müssen heute komplizierte Maschinen, spezialisierte Komponenten und Mitarbeiter mit verschiedenen Ausbildungsvoraussetzungen möglichst reibungslos zusammenarbeiten. Und das geht mit RFID eben schneller, sicherer und preiswerter.

Unternehmen geben heute sehr viel Geld für Schulungen und Trainings aus. Hier kann man mit RFID eine Menge sparen – und das nicht erst in ferner Zukunft. Die notwendigen Komponenten gibt es längst. Die Herausforderung wird sein, sie richtig einzusetzen und intelligent miteinander zu vernetzen. Aber genau hier liegt ja die Stärke von evolutionID: die konsequent herstellerunabhängige Beratung – von der individuellen Bedarfsanalyse über die Zieldefinition bis zum schlüsselfertigen System, für das wir natürlich auch die Wartung und Weiterentwicklung garantieren.

evolutionID zieht positive Bilanz nach der electronica 2014 in München

evolutionID ist mit den Ergebnissen des Messeauftritts auf der electronica in München sehr zufrieden. Auf dem Stand des neuen Kooperationspartners Tronic One konnten viele interessante Gespräche geführt und wichtige Geschäftsfelder ermittelt werden. Trends zeichnen sich in den Bereichen NFC und Komponenten-Identifikation ab.

„Die Kooperation mit Tronic One trug bei unserem Messe-Engagement auf der electronica bereits erste Früchte“, bestätigt Ali Gülüm, Mitbegründer von evolutionID. „Wir haben deutlich den Rückenwind durch die vielen etablierten Geschäftsbeziehungen des erfolgreichen Distributors gespürt.“

Welche praktischen Vorteile die Near Field Communication (NFC) auf RFID-Basis bringt, konnten die electronica Besucher selbst erleben. evolutionID hatte die gesamte Standbesatzung mit hochmodernen NFC-Visitenkarten ausgestattet. Diese sind dank integriertem Transponder auch elektronisch lesbar. „Das vermeidet einen Medienbruch bei der Erfassung der Kontaktdaten“, erklärt Markus Wittke, Mitbegründer des Hersteller-unabhängigen RFID Beratungsunternehmens. „Unsere Kunden haben schließlich Wichtigeres zu tun als Visitenkarten abzutippen.“

Das große Interesse an den RFID-Visitenkarten und an der NFC-Technologie im Allgemeinen wertet evolutionID als wichtigen aktuellen Trend. „Ausweise, Geschäftskarten und andere Identifikationssysteme müssen heute maschinenlesbar sein“, weiß Ali Gülüm, „und dafür ist NFC das richtige System. Die Transponder sind mittlerweile sehr preiswert. Sie können nur aus kurzer Entfernung gelesen werden, also nur dann, wenn der Besitzer es wünscht.“

Identifikation und Individualisierung ist aber auch bei elektronischen Komponenten ein wichtiges Thema. Platinen und andere Baugruppen werden zunehmend mit RFID-Ausweisen versehen. „Die dafür notwendigen Transponder sind nur wenige Millimeter groß und können wie normale SMDs im Standard-Bestückungs-Prozess verlötet werden“, so Markus Wittke.

Komponenten, die mit einem Transponder ausgerüstet sind, haben für den Hersteller eine Reihe von Vorteilen. Sie sind im Lager und während der Produktion schnell und eindeutig identifizierbar. „So kann man zum Beispiel sicher stellen, dass auch bei individuell konfigurierten Systemen immer die richtigen Platinen im richtigen Gehäuse landen“, erklärt Ali Gülüm.

„Aber auch im gesamten Lifecycle eines Produkts ist die RFID-Identifikation ein sehr großer Vorteil“, so Gülüm weiter. „Damit lassen sich die in einem Gerät verbauten Komponenten quasi miteinander ‚verheiraten‘. Das Ergebnis ist dann ein individueller Geräte-Pass, der sowohl als Datensatz in einem elektronischen Archiv als auch auf einem weiteren RFID-Tag, zum Beispiel am Gehäuse, gespeichert wird. So kann der Hersteller dann später prüfen, ob Komponenten ausgetauscht oder hinzugefügt wurden. Damit kann er zweifelsfrei ermitteln, ob ein Garantie-Anspruch besteht oder nicht. Auch der Service geht um ein gutes Stück schneller und einfacher. Der Techniker liest einfach den Gerätepass aus und weiß sofort, welche Konfiguration er vor sich hat und wie er defekte Teile schnell und einfach nachbestellen kann.“

„NFC und Gerätepass sind aber nur ein Teil der interessanten Themen und Geschäftsfelder, die wir auf der diesjährigen electronica ausmachen konnten“, resümiert Markus Wittke. Zusammen mit Tronic One werden wir die Ergebnisse unserer Messeaktivitäten auswerten und weiter verfolgen. Unsere gemeinsamen Kunden können sich schon heute auf viele interessante neue Produkte und Lösungen freuen. Dabei werden wir unserem Grundprinzip, der herstellerunabhängigen Beratung, weiter treu bleiben.“